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Streckenbeschreibung Feininger-Radtour

 

Die Tour beginnt in der Geschwister- Scholl- Straße in Weimar an der Bauhaus Universität, dem Gebäudekomplex des ehemaligen Bauhauses. Hier lehrte Feininger in den Jahren 1919 - 1925. In unmittelbarer Nähe, der Bauhausstraße 7a befand sich das erste Atelier des Künstlers. Nächste Station ist das Haus Nr. 16 in der Gutenbergstraße, wo eine Gedenktafel an den Künstler erinnert. Feininger wohnte hier mit seiner Familie von 1919 bis 1926. Die Tour verläuft weiter in westlicher Richtung bis zum Ende der Shakespeare Straße, vorbei an Gartenanlagen in das Kirschbachtal. Durch die freie Landschaft geht es nun von Dorf zu Dorf und führt nach ca. 25 km zur Steinbrücke in Oberweimar. Von hier aus gelangt man bequem durch den Goethepark in das Weimarer Stadtzentrum. Die Tour verläuft zum großen Teil auf wenig befahrenen Straßen und Feldwegen, deren Ausbauzustand unterschiedlich und deren Befahrbarkeit witterungsabhängig ist.

 

Weiter geht es durch das malerische Kirschbachtal, vorbei an Gärten, Wiesen und Feldern, nach Niedergrunstedt. Vor der Kirche, deren Schlüssel im Hofatelier deponiert ist, steht der erste von sechs Glasaufstellern. Dank der barocken Bemalung der Holzdecke und den Emporemalereien, gehört sie zu den Besonderheiten der Tour. Das angrenzende Hofatelier ist durch Kunstausstellungen und -zirkel über die Grenzen Weimars hinaus bekannt.

 

Radelt man weiter in Richtung Gelmeroda, wird bereits von weitem der schlanke, achteckige Turm der ganzjährig geöffneten Autobahnkirche, im Volksmund Feininger-Kirche genannt, sichtbar. Sie besitzt einzigartige Secco-Malereien. Hier kann man eine ständige Ausstellung zum Schaffen von Lyonel Feininger besichtigen, Bildbände durchblättern und informative Publikationen erhalten.

Kein Motiv steht so sehr für Feiningers Werk wie diese Kirche, die er in unzähligen Natur-Notizen, Kohlekompositionen, Grafiken und Aquarellen darstellte. Die berühmte Folge seiner zehn Ölgemälde hat das Dorf weltweit bekannt gemacht.

Nach Einbruch der Dunkelheit ist die Kirche von Do bis So als farbige Lichtskulptur zu bewundern, die versucht, die Wahrnehmung Feiningers nachzuempfinden.

 

Danach geht es weiter nach Possendorf. In der dortigen Kirche befindet sich ein sehenswerter Schnitzaltar aus der Zeit um 1500. Das inspirierte den Maler so sehr, dass er noch nach Jahren in den USA, die Possendorfer Kirche malte.

 

In Vollersroda malte Feininger auf vier Bildern die dortige Chorturmkirche mit dem Ostturm aus dem 15. Jahrhundert. Die zugehörige Glastafel befindet sich nördlich der Kirche. Weiter in südlicher Richtung bietet sich ein wundervoller Blick auf bewaldete Höhenzüge des Landschaftsschutzgebietes "Mittleres Ilmtal".

 

Über Buchfart mit seiner denkmalgeschützten überdachten Holzkastenbrücke und der in die Felswand gebauten Höhlenburg gelangt man nach Oettern und schließlich nach Mellingen. Hier erblickt der Radler bereits den Feininger Turm aus farbigem Rohr. Der dortige Aufsteller informiert über die künstlerische Absicht des Initiators Marcel Kalberer, der den Turm in Anlehnung an Feiningers Aquarell "Mellingen" gestaltete, das im Bürgermeisteramt zu besichtigen ist. Die Kinder- und Jugendgalerie "Auf Feiningers Spuren" lädt zum längeren Verweilen ein. Jährlich findet in Mellingen das Feininger-Schüler-Pleinair statt.

 

Entlang des Ilmtal-Radwanderweges fährt man weiter nach Taubach. Nach einer kurzen Rast an der noch intakten Wassermühle geht es weiter nach Oberweimar, der letzten Station des Radweges. An der Kirche vorbei gelangt man zur kleinen historischen Steinbrücke, in unmittelbarer Nähe zum Bienenmuseum.

 

Von hier aus gelangt man bequem durch den Goethepark zurück ins Weimarer Stadtzentrum.

 

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